16/02/2022
Baumaterialien: so natürlich wie möglich
Zu den natürlichen Werkstoffen gehören beispielsweise
Holz, Stroh, Lehm, Naturstein oder Kork,
zu den künstlichen Bauprodukten anorganische Materialien, wie Zement, Beton, Glas und Keramik,
sowie eine Vielzahl organischer synthetisch hergestellter Werkstoffe, insbesondere Kunststoffe und Kunstharze.
Eine Kombination liegt beispielsweise bei Holzwerkstoffen vor, die Holz und synthetische Kleber enthalten oder auch bei Korkfertigparkett, das meist eine synthetische Beschichtung trägt.
Von den traditionellen Bauprodukten, wie Mauersteinen, vollständig mineralischen Mörteln, Stahl oder Glas sind nach dem Einbau meist kaum oder nur unbedeutende Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen zu erwarten.
Anders ist das bei synthetisch hergestellten und auch bei natürlichen organischen Materialien.
Synthetische Materialien enthalten neben den chemischen Grundbestandteilen zur Verbesserung der Produkteigenschaften meist eine Vielzahl anorganischer und organischer Hilfsstoffe, beispielsweise Weichmacher oder Flammschutzmittel.
Aber auch natürliche organische Produkte, wie Holz, Wachse und Öle, enthalten viele natürliche organische Verbindungen, wie Harze, Lösemittel und andere Inhaltsstoffe.
„Natur pur“ bedeutet nicht, dass diese Produkte frei von unerwünschten Stoffen oder gar Schadstoffen sind.
Dennoch – gesunde Baustoffe können atmen und erhalten bei richtiger Verarbeitung über lange Zeit ihren Wert.
Eine Gefahr für die Gesundheit besteht bei natürlichen Baustoffen in wesentlich geringerem Maße als bei synthetischen. Zudem sind Energiebedarf und Umweltbelastung bei Herstellung, Transport und Entsorgung synthetischer Baustoffe um ein Vielfaches höher als bei naturbelassenen Baumaterialien.
Bild: Strohbauplatten, Hersteller Istraw - Stroh in Bauform