"Nur eine Weltwirtschaft, die auf Erneuerbaren Energien fußt, kann langfristig die Selbstzerstörung aller Wirtschafts- und Lebensformen verhindern." - Hermann Scheer -
Ist Energie die Währung der Zukunft? Der Klimawandel stellt eine der größten Bedrohungen für Wirtschaft und Gesellschaft überhaupt dar. Daher zielen viele private und öffentliche Initiativen darauf ab, den Klimawandel zu bremsen u
nd die negativen Auswirkungen abzumildern. So will das europäische Klimagesetz das Ziel einer klimaneutralen Europäischen Union (EU) bis 2050 und die kollektive Zielvorgabe, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken, rechtlich zu verankern.
„Zugleich soll damit nachhaltiges Wirtschaftswachstum angestoßen werden. Laut dem Europäischen Rat der Europäischen Union soll die Förderung von Innovation in grünen Technologien zur langfristigen weltweiten Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft der EU beitragen. Ohne den flächendeckenden Umstieg auf Erneuerbare Energien ist der Kampf gegen den Klimawandel nicht zu gewinnen“, sagt Toralf Nitsch,Chief of Strategy der GE4A. Das weltweit tätige Industrieunternehmen hat sich darauf spezialisiert, gebrauchte Solar- und Photovoltaikpaneele aufzuarbeiten beziehungsweise zu recyceln. Für ihn gilt: „Photovoltaik ist der herausragende Energieträger der Zukunft. Die Sonnenenergie ist unerschöpflich und kann de facto den gesamten weltweiten Energiebedarf decken.“
Diese Art der Energieerzeugung setzt sich überall auf der Welt durch. So übertraf in China der Zubau an Photovoltaik-Leistung im Jahr 2020 das Vorjahr um 60 Prozent. China will bis 2060 klimaneutral werden und bis 2030 seinen gesamten Energiemix zu mindestens 25 Prozent aus nicht-fossilen Energiequellen speisen. In Deutschland wurde im EEG 2023 ein PV-Ausbausoll der Photovoltaikleistung bis 2030 von derzeit etwa 58,5 Gigawatt auf 215 GWP bis 2030 und auf 400 GWP bis 2040 vorgesehen. Ende des vergangenen Jahres 2021 überstieg die weltweit kumulierte installierte Nennleistung der Photovoltaikanlagen die Marke von 1.000 Gigawatt.
„Wir haben dafür einige Herausforderungen zu meistern. Neben wirklicher Akzeptanz in Politik und Gesellschaft brauchen wir einen professionellen Kreislauf in der Solarindustrie. So werden zum Beispiel kontinuierlich weitere Module benötigt, um den Ausbau voranzubringen. Re-Use älterer beziehungsweise fehlerhafter Solarmodule mittels etablierter Technologien und Maßnahmen ist das Stichwort, das deutlich mehr Sinn ergibt als das Recycling. Wir stellen damit eine ökonomisch und ökologisch tragfähige Lösung zur Verfügung, um die Energiewende zu begleiten. Denn für den Ausbau der Solarenergie müssen wir dafür sorgen, dass existierende Module so lange wie möglich genutzt werden können. GE4A ist global einer der größte Lösungsanbieter für die Verwertung und Instandsetzung von Solarmodulen. Die Sanierung der Module ist eine kostengünstige und ökologisch sinnvolle Alternative zum Schrottplatz. Über 90% Prozent der gelieferten Module können aufbereitet und dem Markt wieder zugeführt werden. Bislang hat wurden bereits über 1.5 Millionen Module aufgearbeitet beziehungsweise recycelt. Re-Use statt Recycling. Es ist es ebenso wichtig, dass diese Wertschöpfungskette der Kreislaufwirtschaft transparent gemacht wird. Wir sehen immer wieder, dass Module angeboten werden, deren Herkunft, Aufbereitung und geplante weitere Verwendung Fragen aufwirft. Das wollen wir ändern. Wir setzen für diese Transparenz und Sicherheit auf moderne Technologien. Mittels einer Blockchain verbinden wir Solarmodule mit einem sogenannten Non-fungible Token (NFT) und schaffen einen digitalen Zwilling des Produktes. Dadurch ist es möglich, eine echte Nachvollziehbarkeit und Verbindlichkeit über die Existenz dieses Moduls zu gewährleisten. Die Eigentümer:innen des NFT erhalten Echtzeitinformationen über Einsatzort, Leistung, später auch über den Ertrag und andere wesentliche Faktoren der Solarmodule. Das ist absolut fälschungssicher und weltweit einsetzbar. Gerade für Impact- orientierte Investor:innen ist das ein Mehrwert, weil sie jederzeit live erkennen können, wo und wie sie Gutes durch die Demokratisierung der Solarenergie bewirken.