07/05/2026
🧠 Die Bad-Photopolymerisation ist eine der wichtigsten Kategorien des 3D-Drucks und funktioniert nach einem völlig anderen Prinzip als die Materialextrusion.
▪️ Diese Technologie verwendet flüssiges Photopolymerharz, das unter Lichteinwirkung aushärtet. Eine Lichtquelle belichtet selektiv Bereiche entsprechend der digitalen Modellschicht und wandelt das Material von flüssig in fest um. Der Prozess erfolgt schichtweise: Nach dem Aushärten einer Schicht bewegt sich die Plattform um Bruchteile eines Millimeters, und die nächste Schicht wird darauf aufgebaut. Nach dem Druck muss das Bauteil gereinigt und nachgehärtet werden, um die endgültigen mechanischen Eigenschaften zu erreichen.
▪️ Die häufigsten Untertypen sind SLA, DLP und LCD. Sie unterscheiden sich in der Lichtquelle und deren Anwendung, folgen aber alle derselben Logik der Harzpolymerisation.
▪️ SLA verwendet einen Laser, der jede Schicht Punkt für Punkt abfährt. Dies ermöglicht hohe Präzision und Detailgenauigkeit, insbesondere bei komplexen Geometrien. Die Druckgeschwindigkeit hängt jedoch von der Fläche der Schicht ab.
▪️ Beim DLP wird jede Schicht auf einmal mit einem Projektor erzeugt, der das gesamte Bild auf die Harzoberfläche projiziert. Dadurch ist die Schichtzeit unabhängig von der Anzahl der Teile, was die Technologie effizient für Serienfertigung macht. Die Genauigkeit hängt von der Auflösung des Projektors ab.
▪️ LCD nutzt einen Bildschirm als Lichtmaske, der Licht nur an bestimmten Stellen durchlässt. Das Prinzip ähnelt DLP, jedoch wird statt eines Projektors eine Pixelmatrix verwendet. Dadurch ist die Technologie günstiger und im Desktop-Bereich weit verbreitet. Die XY-Genauigkeit wird durch die Pixelgröße bestimmt.
▪️ Alle diese Ansätze arbeiten mit Photopolymeren mit unterschiedlichen Eigenschaften: von transparent und flexibel bis hin zu technischen, biokompatiblen oder mit Metall- oder Keramikpartikeln gefüllten Materialien. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten erheblich.
▪️ Aus technischer Sicht ermöglicht diese Technologie sehr glatte Oberflächen und feine Details mit hoher Genauigkeit. Daher wird sie häufig in der Schmuckherstellung, Zahnmedizin, im Prototyping und bei komplexen Geometrien eingesetzt.
▪️ Gleichzeitig hat die Technologie свои особенности. Die Arbeit mit flüssigem Harz erfordert Nachbearbeitung, und der Prozess ist empfindlicher gegenüber Bedingungen und Einstellungen als beim FDM-Druck.
▪️ Zusammengefasst handelt es sich nicht nur um eine alternative Druckmethode, sondern um eine eigene Technologieklasse, bei der Licht statt Temperatur die entscheidende Rolle spielt.
Im nächsten Beitrag betrachten wir Material Jetting und NanoParticle Jetting, bei denen das Material in Form von Tröpfchen aufgetragen wird, ähnlich wie beim Tintenstrahldruck 😊